UNerreichbarkeit

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UNerreichbarkeit und das damit verbundene Glück ist das Thema des Buches, dessen Lektüre ich – zugegebenerweise nach langer Zeit – heute abgeschlossen habe. Da der Inhalt für mich sehr spannend war und nach wie vor in der Umsetzung ist, sollen hier einmal ein paar Grundideen der Verfasserin geschildert werden.

In dem Werk “Das Glück der Unerreichbarkeit” schildert die Verfasserin Miriam Meckel, Professorin für Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen, die unterschiedlichen Entwicklungen von Kommunikationsanforderungen, -möglichkeiten und -gewohnheiten in einer stark technologisierten Welt und gibt Tipps, wie wir, die in dieser Welt unseren Alltag verbringen, mit diesen Dimensionen umgehen können. Das Fazit steckt dabei schon im Titel: UNerreichbarkeit ist ein guter Schritt zu mehr Selbstbestimmung und damit zu echter Lebensqualität.

Einige spannende Zitate:

Ich definiere Zeiten, die nur mir gehören und nicht den externen Kommunikationsanforderungen. Die Kernbetriebszeiten von Handy und Blackberry entsprechen den üblichen Arbeitszeiten.

Ich lege fest, zu welchen Zeiten ich z. B. morgens, mittags und abends meine E-Mails checken will und entscheide jeweils, welche sofort beantwortet werden müssen.

Ich lese nur E-Mails konzentriert, die nicht mehr als drei Menshcen in der Adresszeile aufführen. Der cc-Wahn (“cover your ass”) ist häufig nicht inhaltlich.

Im letzten, zusammenfassenden Kapitel kristallisiert Meckel einen Dreischritt heraus, der die zugrundeliegende Haltung für die Erlagung des eigenen Glücks zusammenfasst:

  1. Wir müssen Prioritäten setzen. Keine Sammelleidenschaft für Informationen, sondern Konzentration auf wirklich Wesentliches.
  2. Wir dürfen abschalten. “Kommunikationsgeräte haben einen Ausknopf, damit man ihn betätigt”. Niemand ist verpflichtet, immer erreichbar zu sein. Anm: Mein Smartphone schaltet auf Standby, wenn ich den “Ausknopf” nutze. Ausschalten ist bei diesem Gerät nicht einfach!
  3. Wir haben das Recht auf eine kommunikative Identität. “Jeder Mensch darf die eigenen Ansprüche und Interessen als ebenbürtig zu zu den externen Anforderungen betrachten.”

Zusammenfassend nehme ich als Fazit vor allem mit, dass ich selbst darüber bestimme, was ich wann und wie tue, mit wem ich kommuniziere und inwieweit ich auf die Erwartungen und Erfordernisse meiner Umwelt reagiere. Vor allem die Selbstbestimmung ist der Schlüssel zu Glück und Lebensqualität.

Ein interessantes Buch, vor allem wegen des gelungenen Spagats zwischen wissenschaftlichem Werk und Unterhaltungsliteratur.

Bezug und Zitationsquelle:
Meckel, Miriam (2007): Das Glück der Unerreichbarkeit. Wege aus der Kommunikationsfalle. Hamburg: Murmann.