2. Regionalkonferenz “virtuelles Lernen”

Gerade für beruflichen Schulen ist es ein zentraler Aspekt, Potenzial von neuen Medien aufzunehmen und genau wie die Partnerbetriebe für die Ausbildung nutzbar zu machen. Im Rahmen des Projekts "ViLBe – Virtuelles Lernen in der Berufsschule" fand am 8. Dezember 2010 die 2. Regionalkonferenz der beruflichen Bildung statt. Der Themenfokus: Die konkrete Umsetzung der ViLBe-Ziele an der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel.

Die Inhalte

Mit den Umsetzungsschwerpunkten

  • Lernfeldorientierte Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau im Einzelhandel
  • Business-Englisch

geht ein dynamisches Team der Konrad-Adenauer-Schule neue Wege. Einen Eindruck über die besonderen Voraussetzungen, aber auch die Verknüpfung didaktisch wertvoller Pädagogik mit innovativen technologischen Möglichkeiten gibt der genutzte Foliensatz zur Vorstellung der Arbeit des ViLBe-Teams Einzelhandel.

Dazu gibt es Antworten auf die Fragen:

  • Wie lässt sich aus Vermittlungs- und Entwicklungsdidaktik ein pädagogisches "Best-Of" erzeugen?
  • Womit lässt sich der Wunsch nach automatisiertem, individualisiertem Training mit einer wertvollen Aufgabe zur Medienproduktion kombinieren?
  • Welche Tools werden mit welcher didaktischen Intention wie in Lernarrangements eingesetzt?

(Diese Präsentation als pdf-Dokument)

Ein Fokus liegt dabei auf der Produktion des ViLex Einzelhandel, einem wikipediaähnlichen Wissensmanagement von und für Auszubildende im Einzelhandel, das unterrichtsbegleitend erstellt und unterrichtsunabhängig genutzt wird. Ein kleiner Eindruck und das konkrete Einsatzszenario mit diesen Folien

(Diese Präsentation als pdf-Dokument)

Und den viel besseren Eindruck gibt es natürlich durch Klick auf die Live-Version des

ViLex Einzelhandel

sowie auf die bisher erstellten Onlinetutorials

Mein eigener O-Ton zur Grundmotivation der virtuellen Angebote

"Jugendliche nutzen Web 2.0-Medien als digital natives heutzutage vollkommen selbstverständlich. Lassen Sie uns die Motivation, die von diesen Formaten einfach für die individuellen Lernprozesse nutzen!"

Die Veranstaltung

Mit Gästen aus dem Hessischen Kultusministerium, dem Staatlichen Schulamt, dem Main-Taunus-Kreis sowie dem Studienseminar Wiesbaden, waren vor allem andere Schulen und Ausbildungsbetriebe als Zielgruppe stark vertreten. Dem handlungsorientierten Ansatz folgend wurde reichlich geschrieben, geklickt und formuliert um die angebotenen Systeme auf Herz und Nieren zu prüfen.

Die folgenden Feedbacks sprechen für sich:

"Die Konrad-Adenauer hat auf dem Weg zum virtuellen Lernen bereits hervorragende Ergebnisse erzielt!"

"Meine Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten Unglaubliches geleistet!"

"Mit diesen Angeboten on top zum Unterricht sind wir im Einzelhandel auf einem sehr professionellen Ausbildungsweg!"

In Bildern (von Wolfgang Hetzler):

Der Ausblick

Das Projekt ViLBe erlebt im Jahr 2010, also nach zwei Jahren Projektdauer seine Halbzeit. Das Projektteam der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel wird die angebotenen Inhalte weiter ausbauen um so selbst erstellte, passgenaue Inhalte für die Ausbildung im Einzelhandel und natürlich für die Anwendung von Business Englisch anbieten zu können.

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Kommunikation und Kooperation mit Moodle – ein PRAXIStraining!

Nach vielen Anfragen und zwei Pilotdurchläufen kann ich das Fortbildungsangebot

nun auch für interessierte Organisationen und Mitarbeiter im Bildungsbereich anbieten.

Sie arbeiten in einer Bildungseinrichtung, Schule oder sind Trainer in einem Unternehmen und möchten Moodle einsetzen? Sie haben brauchen ein System oder haben bereits ein System und möchten nun das Team der Lehrenden über dessen Nutzung informieren? Dann sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  • Welche Potenziale bietet das Lernmanagementsystem Moodle für Bildungsorganisationen?
  • Welche Besonderheiten ergeben sich durch Blended Learning für Lehrkräfte, Dozenten und Trainer?
  • Wie lassen sich Kurse und Elemente in Moodle gestalten?
  • Motivation von Lernenden im Modus des Blended Learnings – wie funktioniert das?
  • Welche urheberrechtlichen Aspekte müssen Lehrkräfte, Dozenten und Trainer beachten?

Diese und viele Fragen mehr werden im Fortbildungsangebot beanwortet.

Zum Begriff der PRAXIS

PRAXIS ist der Begriff, der groß geschrieben wird – aber was bedeutet PRAXIS für die Fortbildung?

PRAXIS heißt selbst Erleben!
In einer zweiwöchigen Phase der Vorbetreuung mit einem Moodle-Kurs erleben die Teilnehmenden selbst ihre ersten Schritte im e-Learning – genau wie Ihre Lernenden es später erleben werden.

PRAXIS heißt Ausprobieren!
Ein großer Teil der Training erfolgt im Moodle-System selbst. In authentischen, auf die Einsatzwelt der Teilnehmenden abgestimmten Situationen gilt es die Potenziale des Lernmanagementsystems sinnvoll einzusetzen. Dabei simulieren andere Teilnehmende wiederum Lernende und prüfen die Ergebnisse. Rückmeldungen erfolgen also direkt innerhalb der Gruppe der Teilnehmenden.

PRAXIS heißt Austauschen!
Einige Teilnehmende haben bereits Erfahrungen mit dem Einsatz von Moodle? Prima, genau hier ist ein Austausch dieser Erfahrungen sinnvoll. Als Lehrkraft an einer beruflichen Schule und freiberuflicher Trainer im Bereich e-Learning bringe ich selbst auch reichlich Erfahrungen mit. Sie erfahren damit nicht nur technologische Möglichkeiten. Vor allem Einsatzerfahrungen und Tipps für das Verhalten von Lehrenden sind wesentlicher Bestandteil dieser Fortbildung.

PRAXIS heißt Anpassen!
Eine Fortbildung "von der Stange" gibt es nicht. Um die Teilnehmenden für Ihren Praxisalltag zu befähigen steht vor einer Fortbildung immer ein Interview und ggf. ein Besuch des Bildungskontextes. Nur so erfahre ich, wie Gelingensbedingungen für den Einsatz bei Ihnen erfolgreich angepasst werden können. Sofern Sie bereits eine Installation von Moodle eingerichtet haben, nutzen wir selbstverständlich dieses System. Sie haben diese Installation noch nicht? Kein Problem, ein Schulungssystem halte ich jederzeit verfügbar. Sie brauchen noch Unterstützung bei der Einrichtung? Auch eine komplette Installation übernehme ich gern.

PRAXIS heißt Auffrischen!
Moodleerlebnisse sind zwar häufig eindrucksvoll, aber viele Erinnerungen verblassen doch wieder, wenn das System nicht unmittelbar genutzt wird. Um Ihnen auch nach einer bestimmten Zeit die Nutzung wieder zu erleichtern, bekommen Sie selbsterklärende Anleitungen zu zentralen Funktionen des Systems. Weil persönliche Unterstützung immer mehr wert ist, gibt's den Frischegutschein dazu, der je nach Absprache bis hin zur individuellen Begleitung bei der Ersteinrichtung Ihres Kurses ausgestattet sein kann.

Eindrücke aus der Pilotphase

"Alltagsnah, anwendertauglich, praxisnah"

"Pädagogik stand im Vordergrund!"

"Danke für das selbst wählbare Tempo."

"Das Layout der Begleitunterlage gibt Handlungssicherheit, für weiteren Einsatz nur zu empfehlen."

"Freundliches Auftreten und eigene Begeisterung des Trainers – sehr gut!"

"Angebot, sich später noch einmal melden zu können gefällt mir sehr gut!"

Qualität als Leitindex

Um die Qualität des Fortbildungsangebotes zu sichern, erfolgt am Schluss jeder Durchführung ein schriftliches und mündliches, aber immer systematisches Feedback. Diese Rückmeldungen werden nicht nur den Teilnehmenden zurückgespiegelt, sondern tragen auch zur stetigen Überarbeitung des Konzeptes bei.

Das Institut für Qualitätssicherung hat übrigens sowohl meine Dozentenqualifizierung als auch die Eignung des Konzepts der Fortbildung durch Akkreditierung (Anbieter-Nr. P007597, Angebots-Nr. 0462138) bestätigt. Lehrkräfte aus Hessen erhalten je nach individueller Gestaltung zwischen 5 und 15 Fortbildungspunkte für die Teilnahme.

Kontakt und Buchung

Kooperation und Kommunikation mit Moodle – ein PRAXIStraining oder kurz KoKoMo biete ich interessierten Organisationen und Mitarbeitern auf Anfrage gern an. Die Höhe des fairen Festpreises hängt dabei von der individuellen Gestaltung ab, die ich in einem telefonischen oder persönlichen Gespräch mit Ihnen festlege.

Melden Sie sich einfach über eine der Möglichkeiten der Kontaktseite. Gern rufe ich Sie auch zurück, hinterlassen Sie einfach Ihre Telefonnummer.

Ich freue mich auf Ihren Kontakt!

 

    Konrad-Adenauer-Schule meets Web 2.0: KASWiki und ViLex Einzelhandel

    vilexehstart

    Web 2.0 ist eine Generation von Internetanwendung aber auch eine Wahrnehmung, die das Internet gestaltbar macht. Nicht umsonst wird es oft mit Wörtern wie Mitmach-Web umschrieben und die Anwender heißen mittlerweile schon Generation Upload. Die Frage, wie ein Griff in die Web 2.0-Toolbox auch Unterricht bereichern kann, habe ich mir bereits in Diplomarbeit und Zweitem Staatsexamen gestellt. Nun kann ich diesen Schritt auch umfassender mit Schülergruppen pilotieren.

    Die Situation

    In meinerm Haupteinsatzbereich, der Berufsschule für die Ausbildung im Einzelhandel, ist im Lehrplan EDV-Unterricht vorgesehen. Prinzipiell eine sinnvolle Sache, aber hier muss darauf geachtet werden, dass der berufliche Bezug bleibt. Ich selbst beherrsche die Anwendung Excel, Word und Powerpoint gut bis sehr gut, allerdings sind die Schülerinnen und Schüler mittlerweile auch soweit, dass ich ihnen in diesen Anwendungen nicht mehr viel zeigen kann. Weiterführende EDV-Inhalte wie Programmierung brauchen die Azubis im Einzelhandel nicht. Was sie aber brauchen, ist eine Unterstützung beim Lernen der berufsbezogenen Inhalte, denn hier gibt es häufig noch starke Schwächen.

    Parallel lässt sich feststellen, dass sich die Schülerinnen und Schüler vor allem in Social Networks und in YouTube bewegen. Das Wort Web 2.0 sagte hingegen kaum jemanden etwas, obwohl Seiten wie wer-kennt-wen oder schülervz täglich genutzt werden.

    Wie gestalte ich also EDV-Unterricht, der den Berufsbezug berücksichtigt, für die Schülerinnen und Schülern einen Neuigkeitswert hat und ihnen darüber hinaus auch noch Spaß macht?

    Die Idee

    Web 2.0-Anwendungen bieten mittlerweile umfangreiche Möglichkeiten, Webseiten selbst zu gestalten. Projekte mit Schülerinnen und Schülern zur Gestaltung einer Schulhomepage sind in den meisten Schulen sehr erfolgreich – bei einer 1:1-Übertragung fehlt hier allerdings der Berufsbezug. Warum also nicht eine Webseite gestalten, die sich inhaltlich nicht an der Schule, sondern am Berufsfeld orientiert?

    Die Idee des ViLex Einzelhandel enstand. Wir erschaffen ein Virtuelles Lexikon für den Einzelhandel. Ein kurzer Blick auf die oben angeführten Anforderungen zeigt:

    • Die Schülerinnen und Schüler erstellen Beiträge zu Begriffen aus dem Unterricht in den Lernfeldern (Berufsbezug).
    • Die Schülerinnen und Schüler nutzen dafür Web 2.0-Technologien (EDV-Bezug und Neuigkeitswert).
    • Die Schülerinnen und Schüler arbeiten auf einer öffentlichen Plattform in einem innovativen technologischen Umfeld (Motivation, Spaß)

    Die Umsetzung

    Durch noch bestehenden Webspace bei einem externen Provider konnte ich recht schnell das KASWiki (zurzeit noch http://wiki.mykas.net) aufsetzen um den technischen Rahmen für dieses und ggf. folgende Projekte in dieser Richtung zu setzen. Das erste Einsatzszenario wurde geschaffen: Das

    vilex-eh

    mit einer alphabethischen Liste von Begriffen entweder über alle Lernfelder oder aber sortiert nach einzelnen Lernfeldern.

    Die Einbindung in den Unterricht

    Wikis sind keine Selbstläufer, wenn sie nicht gerade Wikipedia sind – das leuchtet sehr schnell für ein Projekt ein, das noch eher unbekannt ist. Es bedarf also klarer Arbeitsaufträge zur Bearbeitung. Die allwöchentliche Praxis, die ich mit zwei Parallelklassen in jeweils einer Doppelstunde EDV-Unterricht umsetze sieht so aus:

    • Die aktuellen Begriffe stelle ich auf die Arbeitplattform, damit klar ist, welche Begriffe heute erstellt werden sollen. (In einem späteren Schritt lass ich diese Begriffe sicher auch einmal von den Schülerinnen und Schülern sammeln)
    • Ich drucke diese Seite einmal aus und zerschneide die Begriffe, die dann per Zufallsauswahl von einem Paar (wir haben für Einzelarbeit leider nicht genug Rechner) bearbeitet werden. Die Paare tragen auf der Arbeitsplattform ihre Namen neben dem Begriff ein.
    • Nach einer Bearbeitungszeit von ca. 30-40 Minuten zur Erstellung geben die Schülerinnen und Schüler ihren Begriff nach einem festgelegten Schema an ein anderes Paar weiter, die dann die Kontrollaufgabe bekommen. Kriterien dazu haben wir gemeinsam entwickelt.
    • Dieser Kontrollschritt wird noch einmal wiederholt.
    • Anschließend dürfen die usprünglich erstellenden Teams ihren Beitrag noch einmal ansehen und selbst bewerten, ob ihr Artikel an Qualität gewonnen hat.

    Erfahrungen und Fragen

    Einige erste Eindrücke:

    • Die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler ist beim Umgang mit der Technik sehr heterogen (von "Ich habe meine Ausbildung zum Fachinformatiker nach einem Jahr abgebrochen" bis zu "Ich habe keine e-Mailadresse").
    • Die wenigen Codes, die die Schülerinnen und Schüler brauchen, haben sie sehr schnell gelernt.
    • Die Schülerinnen und Schüler haben aktiv nach einem Chat oder einer Pinnwand in diesem System gefragt – so etwas gibt es im Mediawiki nicht und dafür ist es auch nicht da, aber warum eigentlich nicht?
    • Bei einem ersten Durchlauf habe ich viel Zeit mit dem Satz "Nein, ich lese das (noch) nicht, das macht Ihr gegenseitig" verbracht. Scheinbar ist die Idee der kollektiven Intelligenz noch nicht angekommen. Später wurde es dann deutlicher.

    Offene Fragen:

    • Wie schaffe ich noch mehr Verantwortlichkeit für das ViLex Einzelhandel bei den Schülerinnen und Schülern? Mein Wunsch: Jede(r), der/die einen Fehler sieht, verbessert ihn sofort. Jede(r), der/die etwas nicht versteht, schreibt es sofort verständlicher. Auch von zu Hause, auch außerhalb der Schulzeit, vielleicht beim Lernen für eine Klassenarbeit.
    • Wie erzeuge ich für mich ein einfaches System der Bewertung? Natürlich sind die Seitenerstellungen und -veränderungen namentlich nachvollziehbar, aber der Aufwand für die Bewertung aller Erstellungen und Überarbeitungen pro einzelner Person steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Ich habe schon über eine Ankündigung nachgedacht, dass im Verlauf des Halbjahres drei Termine, die aber erst im Nachhinein per Zufalls auswählt werden, bewertungsrelevant sind. Damit habe ich auch die vorgeschriebenen schriftlichen Leistungsnachweise, allerdings ist mir das noch zu punktuell.

    Ich freue mich auf Hinweise und Anregungen. Über das Reifen dieses Konzeptes werde ich zu gegebener Zeit wieder berichten.

    Links

    KASWiki
    ViLex Einzelhandel

     

    Schule und Zukunft

    schuleundzukunftSchule und Zukunft. Innovatives Lernen durch Blended Learning am Beispiel der webbasierten Lernplattform Moodle.

    So lautete der Titel der schriftlichen Arbeit im Rahmen des Vorbereitungsdienstes, die ich gemeinsam mit einer weiteren Referendarin geschrieben habe. Ein Abstract, der nicht in der Arbeit enthalten ist, könnte so lauten:

    Die Förderung von Lernprozessen als zentrale Aufgabe von Lehrenden hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Mit den konstruktivistischen Einflüssen und der stärkeren Fokussierung von Lern- statt Lehrprozessen haben sich neue didaktischen Gestaltungskriterien ergeben. Diese neuen Gestaltungskriterien können im Zusammenspiel mit neuen technologischen Entwicklungen zur Gestaltung innovativer Lernprozessen genutzt werden. Aber wie können solche Lernprozesse tatsächlich gestaltet werden?

    Diese Arbeit zeigt am Beispiel einer Lernsituation im Lernfeldunterricht für angehenden Einzelhandelskaufleute, wie durch das Konzept des Blended Learnings und mit der Lernplattform Moodle innovatives Lernen initiiert werden kann. Die Ansätze des kooperativen Lernens und die Gestaltung komplexer Lernumgebungen finden hier besondere Bedeutung. Eine strukturierte Evaluation zeigt nicht nur, dass diese Möglichkeiten genutzt werden können, sondern auch noch, dass es die Lernenden tatsächlich so lernen, wie es angedacht ist und auch die Motivation stark gesteigert wird.

    Warum aber diese Medien nur schwer in den schulischen Alltag implementiert werden, zeigt eine empirische Studie im zweiten Teil der Arbeit. Einsatz neuer Medien im Blended Learning, das erfordert zunächst die Akzeptanz dieser Medien durch die Lehrenden. Wie steht es also um diese Akzeptanz? Welche Chancen und Hindernissen sehen die Lehrenden in diesen Medien? Wie setzen sie diese Medien bereits ein? Die Antworten auf diese Fragen zeigen ein eher nüchternes Bild. Gerade zeitliche, aber auch organisatorische Defizite machen deutlich, dass sowohldie  Lehrenden als auch die Schule als System noch einige Schritte zu gehen habe, bis sie für die Anforderungen unserer Zeit und der Zukunft gerüstet sind. Schule und Zukunft kann funktionieren, aber es ist noch einiges zu tun.

    Pünktlich zum Abgabetermin am 1. Februar 2009 wird die Arbeit in den Händen der Korrektor/-innen sein und ich bin sehr gespannt auf die Bewertung. Vielleicht kann diese Arbeit auch Stück dazu beitragen, die Schule unserer Zeit ein wenig weiterzuentwickeln. Über eine weitergehende Veröffentlichung werde ich an dieser Stelle in Kürze berichten.

    Schule 2.0 beim Innovative Teachers Forum

    Wie lässt sich Unterricht in Schulen innovativ gestalten? Wie lassen sich neue Medien im Unterricht mit Mehrwert einsetzen? Diese und viele weitere Fragen können am besten aus der Praxis und für die Praxis beantwortet werden.

    Das Innovative Teachers Forum, zu dem heute unter anderem Microsoft Deutschland und CERNET eingeladen haben, bot Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, ihre Unterrichtsprojekte auf einem Marktplatz auszustellen und darüber ins Gespräch zu kommen. Gespickt mit einigen Kurzworkshops, u. a. zum Peer Coaching, ein Konzept, das vor allem bei der Innovationsförderung in Schulen sehr viel Sinn macht und zu IT-Fitness, einer Initiative zur Förderung von Medienkompetenz, war die Veranstaltung sehr lehrreich.

    An meinem Stand durfte ich mein Plädoyer für den Einsatz neuer Medien als kooperative Gestaltungswerkzeuge am Beispiel meiner teilvirtualisierten Lernumgebung mit Auszubildenden im Einzelhandel darstellen:

    Einmal wieder habe ich mich dabei dem plakativen Video “PowerON und PowerOFF = Medienkompetenz”, das in der Paderborner Mediendidaktik entstanden ist, als Verdeutlichung für ein Medienverständnis bedient. Hier geht’s zum Video.

    Für mich besonders spannend war ein Unterrichtsansatz in der Kasseler Oscar-von-Miller-Schule, die im IT-Bereich Kompetenzorientierung mit individuellem Coaching sowie einem Lernjob-Design mit selbstgesteuerten und kooperativen Elementen vereinen (leider keine weiteren Links).

    Mein Fazit: Eine lohnende Veranstaltung, die ich beim nächsten Mal gern wieder besuche.

    Praxisvortrag zur Nutzung neuer Medien

    … und nicht zuletzt macht es den Schülerinnen und Schülern Spaß! So das Schlusswort bei meinem gestrigen Praxisvortrag.

    Im Rahmen der Fachdidaktik für die berufliche Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung durfte ich gestern den LiV-Kollegen und Ausbilderinnen meine Arbeit mit neuen Medien im Unterricht vorstellen.

    Mit dem theoretischen Fundament des kooperativen Lernens in komplexen Lernumgebungen einerseits sowie der Mediennutzung als Entwicklungsinstrumente andererseits habe ich meine teilvirtualisierte Lernsituation mit Auszubildenden im Einzelhandel vorgestellt. Dabei standen vor allem die geleitete Arbeit in einem Forum mit gegenseitigen Reflexions- und Bewertungsprozessen und die kooperative Gestaltung eines Preislexikons im Vordergrund. Das grundlegende Medienverständnis ist in diesem Video sehr anschaulich dargestellt.

    Hier der Vortrag zum Ansehen:

    [swf]data="http://www.philipp-budde.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/didaktischepotenzialeneuermedienseminar2008.swf", width="440", height="320"[/swf]

    Was hier noch über myKAS, die moodlebasierte Lernplattform, die ich an der Konrad-Adenauer-Schule implementiert und erprobt habe, dargestellt ist, sollte in einem nächsten Schritt als vollständig frei zugängliche Variante versucht werden. Formate wie WordPress oder Mediawiki werden dabei helfen.

    Es macht Spaß, mit Schülerinnen und Schülern mit diesen Medien zu arbeiten und es ist – richtig eingesetzt – sehr lernförderlich.

    Ferien!

    Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei – so lautet das Klischee. Irgendwie habe ich da etwas falsch gemacht …

    Hessen hat nun endlich Sommerferien und ich bin mehr als urlaubsreif. Urlaub ist noch nicht geplant, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Mein nächster Einsatz in der Schule ist am

    Bis dahin schaffe ich es hoffentlich, die vielen liegen gebliebenen Dinge auf meinen Schreibtisch zu erledigen und mich nebenbei noch etwas zu erholen.

    Die kleinen Highlights im Leben eines Lehrers

    bestehen beispielsweise aus dem heutigen Prüfungsessen des Hotel- und Gastronomiebereiches. Sechs Tische, jeweils vier Personen, eine davon ein Prüfer, die anderen Gäste (meist Lehrer unserer Schule) und ich unter Ihnen.

    Der Koch, der für unseren Tisch zuständig war, hat Folgendes gezaubert:

    Gebratene Riesengarnelen
    mit Weißweinschaum
    und Spargelsalat

    Maispoulardenroulade
    mit Kräuterschaum,
    glasiertem Wurzelgemüse,
    gebratenen Austernpilzen
    und Tomatenrisotto

    Erdbeercreme auf Vanillebiskuit
    Mangocarpaccio und Schokogelee

    Und es schmeckte, wie es klingt – mehr als lecker! Bevor ich’s vergesse: Espresso und eine vorzügliche Käseplatte gehörten natürlich auch dazu!

    Das Ganze kombiniert mit dem professionellen Service eines angehenden Restaurantfachmanns ein wahrer Genuss, für den sich die gut zwei Stunden Mittagszeit mehr als gelohnt haben.

    Ich wünsche allen Prüflingen, die so professionell arbeiten, alles Gute! Wo ist das Restaurant, in das ich gehen muss?

    Eine Woche voller Unterrichtsbesuche

    Eine stressige Woche in der Schule und im Seminar geht zu Ende.

    Zwei Unterrichtsbesuche standen auf der Tagesordnung. Am Dienstag gings mit dem Gruppenpuzzle an die Zahlungsarten im Einzelhandel und heute schließlich in Politik um das Thema Tarifkonflikt mit SchülerInnen der Höheren Handelsschule. Beide Unterrichtsbesuche waren beratend, also unbewertet.

    UBSkizzen

    Die Rückmeldungen waren insgesamt recht positiv. So wurde der Umgang mit den Schüler und das Auftreten vor der Klasse insgesamt wie auch die methodische Konzeptionierung und Durchdachtheit gelobt. Es sind die vielen kleinen Tipps und Hinweise in den Rückmeldungen, von denen ich am meisten profitiere. Eben diejenigen Tipps, die vor allem die Erfahrung mit Unterricht mit sich bringen. Ein “knackiges” Thema für die nächste Zeit wird noch einmal das Befassen mit dem Politikunterricht und der Politikdidaktik sein.

    Jetzt ist es Freitagabend, ich gönne mir ein Glas Rotwein und darf kurz durchatmen. Morgen geht’s nach Stuttgart als Umzugshelfer und Sonntag heißt es dann Unterrichtsvorbereitung, denn ab Dienstag gibt’s die zehn eigenverantwortlichen Wochenstunden. Dazu später mehr.

    Beschäftigte Tage

    Es ist mal wieder Zeit, der Community einen kleinen Bericht zu geben.

    Die letzten Tage waren bei mir sehr stressig und das wird sich auch erst um die Weihnachtsfeiertage wieder ändern.

    Während beim THW alles etwas ruhiger geworden ist und der Lehrgangsbetrieb 2007 für mich abgeschlossen ist, so ist das Thema lauschangriff mal wieder etwas größer geschrieben. Zwei Geburtstage und eine Weihnachtsfeier stehen in dieser und der nächsten Woche an.

    Parallel lässt mich natürlich auch Schule und Seminar nicht in Ruhe. Bis Sonntag eine Unterrichtsbesuchsplanung, Montag eine Konzeptverteidung im Studienseminar, Dienstag der Unterrichtsbesuch und Donnerstag eine Konzeptpräsentation Virtuelle Modulbegleitung vor der Ausbilder- und LiV-Vollversammlung in Wiesbaden. Langeweile gibt’s erst wieder ab dem 23.12.

    Parallel kämpfe ich noch mit den letzten Auswirkungen meiner Grippe, die sich als Husten einfach nicht vertreiben lassen wollen.

    Licht

    Also: Es gibt viel zu tun, packen wir’s an, denn das Licht am Ende des Tunnels ist schon zu sehen: Weihnachten in der Sonne!

    Presse Spotlight: Schule als Härtetest?

    Von der Eliteuni an die Problemschule

    So tituliert die Sparte Unispiegel des Spiegel Online am 24.10.2007 hier.

    Erst Problemschule, dann Karriere

    So heißt es in der Welt kompakt vom 22.11.2007.

    Beide Beiträge schildern zunächst den Trend, Absolventen erst nach einem Crahskurs in der Unterrichtsführung einige Zeit in “Problemschulen” zu schicken, damit sie sich dort bewähren können und anschließend ins Unternehmen in Führungspositionen zu übernehmen. Das Ganze ist ein – so die Presse – erfolgreiches Modell aus den USA mit dem Namen “Teach For America”. Auch in Deutschland wird die Übernahme dieses Modells überdacht.

    Ich frage mich: Für wen ist dieses Modell erfolgreich? Kann ein Crashkurs in der Unterrichtsführung über wenige Wochen eine Studium ersetzen? Verschiebt dieses Modell nicht die Priorität von pädagogischer Qualität zur Aufbesserung der Landesfinanzen durch Geld, was teilnehmende Unternehmen zu zahlen haben?

    Fragen, die es kritisch zu hinterfragen gilt.