Die rechtssichere Homepage – Leitfragen zur Recherche

In wenigen Wochen darf ich eine Schulung zum Urheberrecht und zum Datenschutz bei der Internetpräsenz der Schule gestalten. Meine Erfahrungen sind zwei Jahre alt, also wirklich ALT. Für eine Neurecherche der Inhalte soll vor allem die Perspektive von IT-Beauftragten an (hessischen) Schulen leitend sein. Didaktische Kriterien berücksichtigend, wird die Schulung in mehreren Lernsituationen gestaltet sein. Ein Vorgeschmack mit ersten Inhaltsbausteinen:

Lernsituation 1
Ein technisches System zur Erstellung und Pflege einer Webseite anhand rechtlicher Aspekte auswählen.

Lernsituation 2
Fremde Inhalte in die eigene Webseite einbinden

  • Urheberrecht – Entstehung, Dauer und Grenzen
  • Nutzungsrechte
  • Markenrecht

Lernsituation 3
Eigene Inhalte in die Webseite einbinden

  • Datenschutz und Persönlichkeitsrecht, insbesondere
    • Recht am eigenen Bild – Einschränkungen und Ausnahmen
    • Nennung persönlicher Daten (u. a. interessant für den Vertretungsplan im Internet)

Lernsituation 4
Soziale Netzwerke anhand rechtlicher Bedingungen nutzen

Lernsituation 5
Mit Konsequenzen bei Nichtbeachtung umgehen

  • Praxisfälle, Urteile und Handlungsstrategien

Alles das ist schon auf den ersten Blick ein komplexes Handlungsfeld.

Wie so oft, entsteht schon bei der Recherche ein erster Gedanke für das Fazit:

Selbst erstellt heißt Ärger erspart.

Jetzt heißt es: Inhalte recherchieren und Material erarbeiten.

2. Regionalkonferenz “virtuelles Lernen”

Gerade für beruflichen Schulen ist es ein zentraler Aspekt, Potenzial von neuen Medien aufzunehmen und genau wie die Partnerbetriebe für die Ausbildung nutzbar zu machen. Im Rahmen des Projekts "ViLBe – Virtuelles Lernen in der Berufsschule" fand am 8. Dezember 2010 die 2. Regionalkonferenz der beruflichen Bildung statt. Der Themenfokus: Die konkrete Umsetzung der ViLBe-Ziele an der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel.

Die Inhalte

Mit den Umsetzungsschwerpunkten

  • Lernfeldorientierte Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau im Einzelhandel
  • Business-Englisch

geht ein dynamisches Team der Konrad-Adenauer-Schule neue Wege. Einen Eindruck über die besonderen Voraussetzungen, aber auch die Verknüpfung didaktisch wertvoller Pädagogik mit innovativen technologischen Möglichkeiten gibt der genutzte Foliensatz zur Vorstellung der Arbeit des ViLBe-Teams Einzelhandel.

Dazu gibt es Antworten auf die Fragen:

  • Wie lässt sich aus Vermittlungs- und Entwicklungsdidaktik ein pädagogisches "Best-Of" erzeugen?
  • Womit lässt sich der Wunsch nach automatisiertem, individualisiertem Training mit einer wertvollen Aufgabe zur Medienproduktion kombinieren?
  • Welche Tools werden mit welcher didaktischen Intention wie in Lernarrangements eingesetzt?

(Diese Präsentation als pdf-Dokument)

Ein Fokus liegt dabei auf der Produktion des ViLex Einzelhandel, einem wikipediaähnlichen Wissensmanagement von und für Auszubildende im Einzelhandel, das unterrichtsbegleitend erstellt und unterrichtsunabhängig genutzt wird. Ein kleiner Eindruck und das konkrete Einsatzszenario mit diesen Folien

(Diese Präsentation als pdf-Dokument)

Und den viel besseren Eindruck gibt es natürlich durch Klick auf die Live-Version des

ViLex Einzelhandel

sowie auf die bisher erstellten Onlinetutorials

Mein eigener O-Ton zur Grundmotivation der virtuellen Angebote

"Jugendliche nutzen Web 2.0-Medien als digital natives heutzutage vollkommen selbstverständlich. Lassen Sie uns die Motivation, die von diesen Formaten einfach für die individuellen Lernprozesse nutzen!"

Die Veranstaltung

Mit Gästen aus dem Hessischen Kultusministerium, dem Staatlichen Schulamt, dem Main-Taunus-Kreis sowie dem Studienseminar Wiesbaden, waren vor allem andere Schulen und Ausbildungsbetriebe als Zielgruppe stark vertreten. Dem handlungsorientierten Ansatz folgend wurde reichlich geschrieben, geklickt und formuliert um die angebotenen Systeme auf Herz und Nieren zu prüfen.

Die folgenden Feedbacks sprechen für sich:

"Die Konrad-Adenauer hat auf dem Weg zum virtuellen Lernen bereits hervorragende Ergebnisse erzielt!"

"Meine Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten Unglaubliches geleistet!"

"Mit diesen Angeboten on top zum Unterricht sind wir im Einzelhandel auf einem sehr professionellen Ausbildungsweg!"

In Bildern (von Wolfgang Hetzler):

Der Ausblick

Das Projekt ViLBe erlebt im Jahr 2010, also nach zwei Jahren Projektdauer seine Halbzeit. Das Projektteam der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel wird die angebotenen Inhalte weiter ausbauen um so selbst erstellte, passgenaue Inhalte für die Ausbildung im Einzelhandel und natürlich für die Anwendung von Business Englisch anbieten zu können.

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Kommunikation und Kooperation mit Moodle – ein PRAXIStraining!

Nach vielen Anfragen und zwei Pilotdurchläufen kann ich das Fortbildungsangebot

nun auch für interessierte Organisationen und Mitarbeiter im Bildungsbereich anbieten.

Sie arbeiten in einer Bildungseinrichtung, Schule oder sind Trainer in einem Unternehmen und möchten Moodle einsetzen? Sie haben brauchen ein System oder haben bereits ein System und möchten nun das Team der Lehrenden über dessen Nutzung informieren? Dann sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  • Welche Potenziale bietet das Lernmanagementsystem Moodle für Bildungsorganisationen?
  • Welche Besonderheiten ergeben sich durch Blended Learning für Lehrkräfte, Dozenten und Trainer?
  • Wie lassen sich Kurse und Elemente in Moodle gestalten?
  • Motivation von Lernenden im Modus des Blended Learnings – wie funktioniert das?
  • Welche urheberrechtlichen Aspekte müssen Lehrkräfte, Dozenten und Trainer beachten?

Diese und viele Fragen mehr werden im Fortbildungsangebot beanwortet.

Zum Begriff der PRAXIS

PRAXIS ist der Begriff, der groß geschrieben wird – aber was bedeutet PRAXIS für die Fortbildung?

PRAXIS heißt selbst Erleben!
In einer zweiwöchigen Phase der Vorbetreuung mit einem Moodle-Kurs erleben die Teilnehmenden selbst ihre ersten Schritte im e-Learning – genau wie Ihre Lernenden es später erleben werden.

PRAXIS heißt Ausprobieren!
Ein großer Teil der Training erfolgt im Moodle-System selbst. In authentischen, auf die Einsatzwelt der Teilnehmenden abgestimmten Situationen gilt es die Potenziale des Lernmanagementsystems sinnvoll einzusetzen. Dabei simulieren andere Teilnehmende wiederum Lernende und prüfen die Ergebnisse. Rückmeldungen erfolgen also direkt innerhalb der Gruppe der Teilnehmenden.

PRAXIS heißt Austauschen!
Einige Teilnehmende haben bereits Erfahrungen mit dem Einsatz von Moodle? Prima, genau hier ist ein Austausch dieser Erfahrungen sinnvoll. Als Lehrkraft an einer beruflichen Schule und freiberuflicher Trainer im Bereich e-Learning bringe ich selbst auch reichlich Erfahrungen mit. Sie erfahren damit nicht nur technologische Möglichkeiten. Vor allem Einsatzerfahrungen und Tipps für das Verhalten von Lehrenden sind wesentlicher Bestandteil dieser Fortbildung.

PRAXIS heißt Anpassen!
Eine Fortbildung "von der Stange" gibt es nicht. Um die Teilnehmenden für Ihren Praxisalltag zu befähigen steht vor einer Fortbildung immer ein Interview und ggf. ein Besuch des Bildungskontextes. Nur so erfahre ich, wie Gelingensbedingungen für den Einsatz bei Ihnen erfolgreich angepasst werden können. Sofern Sie bereits eine Installation von Moodle eingerichtet haben, nutzen wir selbstverständlich dieses System. Sie haben diese Installation noch nicht? Kein Problem, ein Schulungssystem halte ich jederzeit verfügbar. Sie brauchen noch Unterstützung bei der Einrichtung? Auch eine komplette Installation übernehme ich gern.

PRAXIS heißt Auffrischen!
Moodleerlebnisse sind zwar häufig eindrucksvoll, aber viele Erinnerungen verblassen doch wieder, wenn das System nicht unmittelbar genutzt wird. Um Ihnen auch nach einer bestimmten Zeit die Nutzung wieder zu erleichtern, bekommen Sie selbsterklärende Anleitungen zu zentralen Funktionen des Systems. Weil persönliche Unterstützung immer mehr wert ist, gibt's den Frischegutschein dazu, der je nach Absprache bis hin zur individuellen Begleitung bei der Ersteinrichtung Ihres Kurses ausgestattet sein kann.

Eindrücke aus der Pilotphase

"Alltagsnah, anwendertauglich, praxisnah"

"Pädagogik stand im Vordergrund!"

"Danke für das selbst wählbare Tempo."

"Das Layout der Begleitunterlage gibt Handlungssicherheit, für weiteren Einsatz nur zu empfehlen."

"Freundliches Auftreten und eigene Begeisterung des Trainers – sehr gut!"

"Angebot, sich später noch einmal melden zu können gefällt mir sehr gut!"

Qualität als Leitindex

Um die Qualität des Fortbildungsangebotes zu sichern, erfolgt am Schluss jeder Durchführung ein schriftliches und mündliches, aber immer systematisches Feedback. Diese Rückmeldungen werden nicht nur den Teilnehmenden zurückgespiegelt, sondern tragen auch zur stetigen Überarbeitung des Konzeptes bei.

Das Institut für Qualitätssicherung hat übrigens sowohl meine Dozentenqualifizierung als auch die Eignung des Konzepts der Fortbildung durch Akkreditierung (Anbieter-Nr. P007597, Angebots-Nr. 0462138) bestätigt. Lehrkräfte aus Hessen erhalten je nach individueller Gestaltung zwischen 5 und 15 Fortbildungspunkte für die Teilnahme.

Kontakt und Buchung

Kooperation und Kommunikation mit Moodle – ein PRAXIStraining oder kurz KoKoMo biete ich interessierten Organisationen und Mitarbeitern auf Anfrage gern an. Die Höhe des fairen Festpreises hängt dabei von der individuellen Gestaltung ab, die ich in einem telefonischen oder persönlichen Gespräch mit Ihnen festlege.

Melden Sie sich einfach über eine der Möglichkeiten der Kontaktseite. Gern rufe ich Sie auch zurück, hinterlassen Sie einfach Ihre Telefonnummer.

Ich freue mich auf Ihren Kontakt!

 

    Videogestützt kalkulieren lernen

    Wer kann sich noch an die alten Folgen des Telekolleg auf den "dritten Programmen" erinnern? Mathematik, Physik und Chemie mit einer Kamera gefilmt waren die Vorläufer für unsere ersten Produktion von Online-Tutorials.

    Technisch realisiert mit Camtasia Studio ist gestern das erste Online-Tutorial für die Umsetzung des Projektes ViLBe entstanden. Nun können Auzubildende im Einzelhandel durch die YouTube-Plattform und bei Freischaltung unserer ViLBe-Ergebnisse auch auf der ViLBe-Plattform per Video die Bezugskalkulation lernen.

    Hier das Video direkt von YouTube:

    Mut zu mehr Didaktik in virtuellen Klassenzimmern!

    e-Learning als Begriff ist wohl das Buzzword der Bildung im 21. Jahrhundert. Nahezu inflationär genutzt, beschreibt e-Learning alle Formen des Technologieeinsatz in Lernarrangements vom Versand von Textdokumenten per e-Mail über die Bearbeitung von Compuer- und Webbased Trainings bis hin zu den Einsatz von Lernmanagementsystemen mit tutorieller Betreuung und virtuellen Klassenzimmern. Häufig gerät aber die technologische Frage zu Lasten von didaktischem Anspruch in den Vordergrund. Wie lassen sich beide Perspektiven auf Lernprozesse miteinander verbinden? Oder als Aufforderung formuliert:

    Mut zur mehr Didaktik in virtuellen Klassenzimmern!

    Wie aber zeige ich diesen Mut zu mehr Didaktik? Hier drei Thesen und Umsetzungsvorschläge mit praktischen Beispielen:

    These 1: Kooperative Entwicklungsarbeit statt isolierte Rezeption!

    Nutzen Sie keinen Powerpointvortrag um Informationen zu vermitteln, sondern stellen Sie den Lernenden diese Dinge vorab zur Vorbereitung zur Verfügung. Lassen Sie die Lernenden dann gemeinsam ihre Grundlagen anwenden und ihre Ergebnisse präsentieren. Bewerten Sie alle gemeinsam diese Ergebnisse. Lassen Sie die Lernenden Handeln statt Zuhören!

    Praktisch:

    • Nutzen Sie Gruppenarbeitsräume.
    • Ziehen Sie sich aus dem Arbeitsprozess der Teilnehmer zurück.
    • Lassen sie die Teilnehmer ein Handlungsergebnis produzieren und präsentieren.
    • Bewerten Sie gemeinsam die Ergebnisse.

    These 2: Individueller Lernberater statt referierender Dozent!

    Lernenden haben unterschiedliche Erfahrungen und unterschiedliche Kompetenz entwickelt. Einige werden von den Inhalten schon einmal gehört haben, andere betreten echtes Neuland. Versuchen die Lernenden alle dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Schließlich wollen Sie sowohl Langeweile als auch Überforderung vermeiden, denn beides nimmt jede Motivation. Betrachten Sie es als ihre Aufgabe, den aktuellen Kompetenzstand der Teilnehmer herauszufinden und maßgeschneiderte Lernangebote durch Differenzierung zur Verfügung zu stellen, die die Lernenden selbstständig bearbeiten.

    Praktisch:

    • Diagnostizieren Sie vor virtuellen Konferenzen den Kompetenzstand, bspw. durch Interviews oder Fragebögen.
    • Legen Sie Herausforderungen und Schwierigkeitsgrade von Entwicklungsaufträgen vor der Bearbeitung offen.
    • Lassen Sie Lernenden sich selbst ihre Aufgaben auswählen und leiten Sie zu dieser Auswahl an.
    • Lassen Sie die Lernenden später ihre differenzierten Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenfügen.
    • Leiten Sie zu einer Selbstreflexion zur individuellen Kompetenzentwicklung bspw. durch eine Checkliste an.

    These 3: Komplexe Situationen statt reduzierte Wissensbausteine

    Kennen Sie das umgangssprachliche Wort "Fachidiot"? Damit ist damit jemand gemeint, der zwar viel weiß, sein komplexes Wissen aber nicht handlungsleitend werden lässt. Didaktisch ist damit das Phänomen des "trägen Wissens" beschrieben. Einem Callagent bringt es wenig, wenn er über die die Grundsätze des professionellen Telefonats Bescheid weiß, es allerdings noch nie umgesetzt hat. Ihr Ziel ist es also nicht Wissen zu vermitteln, sondern eine Kompetenzentwicklung zu begleiten. Versuchen Sie daher nicht Wissen über Vorträge "einzutrichtern", sondern schaffen Sie Anwendungsszenarien für Wissen.

    Praktisch:

    • Stellen Sie Lernenden vor komplexe Probleme, die zu lösen sind.
    • Nutzen sie Probleme, die idealerweise sogar real sind/waren.
    • Reduzieren Sie die Komplexität der Probleme nur in Ausnahmefällen – das Leben ist nun einmal komplex!
    • Bewerten Sie später gemeinsam die entwickelnten Lösungen.
    • Vergleichen Sie ggf. gemeinsam die Lösung mit der tatsächlichen Lösung aus der Praxis.

    Ist Ihnen etwas aufgefallen bei den Thesen und Umsetzung? Die Thesen stellen viel stärker die Lernenden statt die Lehrenden in den Fokus der Aktivitäten. Mit dieser Art der Orientierung an den Lernenden schaffen Sie es, die technologischen Möglichkeiten des e-Learning mit didaktisch innovativen Lernprozessen zu verbinden. Und Sie werden schnell feststellen:

    Seien Sie mutig, es lohnt sich!

    Sind Sie interessiert an mehr praktischen Umsetzungsbeispielen für Ihre Lernprozesse? Nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf!

    Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4 …

    World Wide Web – das ist doch alles eins: Internet eben. Zu einfach! Es gibt mittlerweile viele Begriffe, die versuchen, verschiedene Nutzungsgewohnheiten, Generationen oder technische Eigenschaften des World Wide Webs zu beschreiben. Ich habe mich einmal auf den Weg gemacht, um unterschiedlichen Begrifflichkeiten zusammenzutragen:

    Web 1.0

    "Du bist so 1.0", das lese ich immer öfter in Tweets von unterschiedlichen Mitgliedern der Netzcommunity. 1.0, das hier gleichzeitig als Synonym für "veraltet", "oldschool" oder "Schnee von gestern" steht, steht im Internet vor allem für folgendes:

    • Statische Webseite in html
    • Einstellung und Änderung durch Experten, die sich mit der Erstellung (hier: Programmierung) von Webseiten auskennen.
    • Klare Unterscheidung zwischen diesen (aktiven) Experten und den (passiven Lesern)
    • Das Internet als Einbahnstraße für Informationen
    • Download beherrscht den Traffic, Upload ist nur etwas für diese Experten
    • Internetnutzung heißt Rezeption von eingestellten Inhalten.

    Web 2.0

    Web 2.0 oder auch Mitmach-Web erlaubt Aktivität und lässt Rollen verschwimmen. Web 2.0 bedeutet:

    • Neue technische Möglichkeiten wie bspw. AJAX, Syndication, das Push-Prinzip von Informationen und Tagging,
    • Eine veränderte Wahrnehmung: Inhalte können von jedem Nutzer ins Netz gestellt werden.
    • Es gibt keine Autoren und Leser mehr, sondern nur noch Nutzer
    • Der Nutzer gestaltet das Netz aktiv mit und produziert Wissen
    • Up- und Download werden gleich wichtig
    • Medienproduktion holt zur Medienrezeption auf
    • Vernetzung und Verlinkung von Wissen und Menschen gewinnt an Bedeutung
    • Mobile, plattformunabhängige Nutzung wird wichtig

    Einige konkrete Beispiele mit den Ideen des Web 2.0

    • YouTube – stelle selbst ein statt nur anzusehen
    • Wikipedia – schreibe und korrigieren Beiträge statt nur zu lesen
    • WordPress – schreibe über Dich und Deine Aktivitäten und erwecke es durch Kommentare zum Leben
    • Delicio.us – lege Deine Lieblingsseiten online ab und profitiere von anderen Links.

    Diese Veränderung der Wahrnehmung des WWW beschreibt M. Wesch in seinem Video "The Machine Is Us(ing Us)":

    Siehe auch die Ausführungen auf netplanet zu Web 2.0.

    Der nächste Schritt: Das Web 3.0

    Das Web 3.0 ist eine Weiterentwicklung von Web 2.0, die gewissermaßen durch einen Nachteil des Web 2.0 notwendig geworden ist. Web 2.0 hat dazu geführt, dass viel neue Informationen, die mehr oder weniger richtig sind, ins WWW gelangt sind. Das Web 3.0 versucht gewissermaßen diese Fülle von Informationen zu strukturieren und zu sortieren. Computer sollen nicht nur die Syntax (also die "Programmierung") der Webseiten verstehen und wiedergeben, sondern auch die Semantik, also den Inhalt verstehen und passendes, ergänzendes Wissen anbieten.

    Ein Beispiel: Eine Einladung zur einer Geburtstagsparty über Facebook sollte mir gleichzeitig die Möglichkeit geben, einen Routenplaner zum Ort anklicken zu können, eine Wunschliste des Geburtstagskindes bei einem Onlineversandhaus zugänglich machen, mein Bahnticket dorthin zu buchen oder mich mit anderen Gäste über Skype oder ICQ in Verbindung zu setzen, um ggf. gemeinsam etwas zu schenken usw. Vielleicht hat sogar vor kurzer Zeit ein anderer Facebook-Nutzer den gleichen Geburtstag gefeiert und ich kann von den Geschenkideen seiner Gäste profitieren. Vernetzung ist gefragt.

    Im Web 3.0 geht es darum, dass Informationen nicht mehr auf gemeinsamen Plattformen verfügbar sind, sondern dass Informationen intelligent miteinander vernetzt sind und den Nutzern gezielt diejenigen Informationen zugänglich machen, die sie brauchen. Web 3.0 beschreibt also nicht mehr Fortschritte beim Personenkreis der Produzenten und der Medien im WWW, sondern vielmehr Weiterentwicklung bei der Vernetzung von Wissen und Menschen. Web 3.0 wird daher auch als Social Semantic Web bezeichnet.

    Eine kleine Einführung als Video:

    Und weiter? Web 4.0?

    Wie schon die vorherigen Web-Generationen wird auch der Begriff Web 4.0 nicht trennscharf sein. Web 4.0 wird häufig gleichgesetzt mit dem 3D-Internet mithilfe von Tools wie Second Life oder Trinity. Seth Godin beschreibt in seinem Artikel Web4 drei Entwicklungen für das Web 4.0:

    • Ubiquity
    • Identity
    • Connection

    und verlangt von seinen Tools noch mehr "Mitdenken" in seinem Leben. Anwendungen sollen Situationen von selbst erkennen und Lösungen anbieten. Ein interessantes Zitat sollte dabei aber nicht fehlen:

    The thing is, privacy is an illusion. You think you have privacy, but the video surveillance firms and your credit card company disagree. If we're already on camera, we might as well get some benefits from it. If we choose.

    In einer Zeit, in der große Unternehmen Mitarbeiter mit Kameras überwachen, GPS in jedem Handy integriert ist, Onlinedurchsuchung immer wieder durch die Medien geht und die Piratenpartei den prozentual größten Mitgliederzulauf hat, stehen uns hier wohl nicht nur spannende Entwicklungen, sondern auch interessante Diskussionen über technische Machbarkeit und persönliche Rechtfertigung bevor. Wir werden sehen, was die Zeit bringt.

    Schule und Zukunft

    schuleundzukunftSchule und Zukunft. Innovatives Lernen durch Blended Learning am Beispiel der webbasierten Lernplattform Moodle.

    So lautete der Titel der schriftlichen Arbeit im Rahmen des Vorbereitungsdienstes, die ich gemeinsam mit einer weiteren Referendarin geschrieben habe. Ein Abstract, der nicht in der Arbeit enthalten ist, könnte so lauten:

    Die Förderung von Lernprozessen als zentrale Aufgabe von Lehrenden hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Mit den konstruktivistischen Einflüssen und der stärkeren Fokussierung von Lern- statt Lehrprozessen haben sich neue didaktischen Gestaltungskriterien ergeben. Diese neuen Gestaltungskriterien können im Zusammenspiel mit neuen technologischen Entwicklungen zur Gestaltung innovativer Lernprozessen genutzt werden. Aber wie können solche Lernprozesse tatsächlich gestaltet werden?

    Diese Arbeit zeigt am Beispiel einer Lernsituation im Lernfeldunterricht für angehenden Einzelhandelskaufleute, wie durch das Konzept des Blended Learnings und mit der Lernplattform Moodle innovatives Lernen initiiert werden kann. Die Ansätze des kooperativen Lernens und die Gestaltung komplexer Lernumgebungen finden hier besondere Bedeutung. Eine strukturierte Evaluation zeigt nicht nur, dass diese Möglichkeiten genutzt werden können, sondern auch noch, dass es die Lernenden tatsächlich so lernen, wie es angedacht ist und auch die Motivation stark gesteigert wird.

    Warum aber diese Medien nur schwer in den schulischen Alltag implementiert werden, zeigt eine empirische Studie im zweiten Teil der Arbeit. Einsatz neuer Medien im Blended Learning, das erfordert zunächst die Akzeptanz dieser Medien durch die Lehrenden. Wie steht es also um diese Akzeptanz? Welche Chancen und Hindernissen sehen die Lehrenden in diesen Medien? Wie setzen sie diese Medien bereits ein? Die Antworten auf diese Fragen zeigen ein eher nüchternes Bild. Gerade zeitliche, aber auch organisatorische Defizite machen deutlich, dass sowohldie  Lehrenden als auch die Schule als System noch einige Schritte zu gehen habe, bis sie für die Anforderungen unserer Zeit und der Zukunft gerüstet sind. Schule und Zukunft kann funktionieren, aber es ist noch einiges zu tun.

    Pünktlich zum Abgabetermin am 1. Februar 2009 wird die Arbeit in den Händen der Korrektor/-innen sein und ich bin sehr gespannt auf die Bewertung. Vielleicht kann diese Arbeit auch Stück dazu beitragen, die Schule unserer Zeit ein wenig weiterzuentwickeln. Über eine weitergehende Veröffentlichung werde ich an dieser Stelle in Kürze berichten.

    Schule 2.0 beim Innovative Teachers Forum

    Wie lässt sich Unterricht in Schulen innovativ gestalten? Wie lassen sich neue Medien im Unterricht mit Mehrwert einsetzen? Diese und viele weitere Fragen können am besten aus der Praxis und für die Praxis beantwortet werden.

    Das Innovative Teachers Forum, zu dem heute unter anderem Microsoft Deutschland und CERNET eingeladen haben, bot Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, ihre Unterrichtsprojekte auf einem Marktplatz auszustellen und darüber ins Gespräch zu kommen. Gespickt mit einigen Kurzworkshops, u. a. zum Peer Coaching, ein Konzept, das vor allem bei der Innovationsförderung in Schulen sehr viel Sinn macht und zu IT-Fitness, einer Initiative zur Förderung von Medienkompetenz, war die Veranstaltung sehr lehrreich.

    An meinem Stand durfte ich mein Plädoyer für den Einsatz neuer Medien als kooperative Gestaltungswerkzeuge am Beispiel meiner teilvirtualisierten Lernumgebung mit Auszubildenden im Einzelhandel darstellen:

    Einmal wieder habe ich mich dabei dem plakativen Video “PowerON und PowerOFF = Medienkompetenz”, das in der Paderborner Mediendidaktik entstanden ist, als Verdeutlichung für ein Medienverständnis bedient. Hier geht’s zum Video.

    Für mich besonders spannend war ein Unterrichtsansatz in der Kasseler Oscar-von-Miller-Schule, die im IT-Bereich Kompetenzorientierung mit individuellem Coaching sowie einem Lernjob-Design mit selbstgesteuerten und kooperativen Elementen vereinen (leider keine weiteren Links).

    Mein Fazit: Eine lohnende Veranstaltung, die ich beim nächsten Mal gern wieder besuche.

    Pimp my Moodle

    Gerade habe ich mir ein wenig Zeit dafür genommen, das Moodle in der Schule (myKAS) ein wenig zu pimpen.

    Ekpenso

    Ergänzt wurde vor allem ein MindMap-Modul von Ekpenso, durch das jetzt MindMaps nicht nur plattformunabhängig angezeigt, sondern auch mittels Java direkt in myKAS erstellt werden können. Lediglich eine Importfunktion von FreeMind oder MindManager habe ich nicht auftreiben können. Wer etwas dazu weiß: Bitte einen Kommentar abgeben!

    Ganz nebenbei gibt’s auch noch den YouTube-Block mit dazu, mit dem ich YouTube-Videos direkt in einen Kurs verlinken kann. Es gibt ja auch viele sinnvolle Sachen in YouTube und der Einsatz von Multimedia ist ohnehin die Zukunft.

    Praxisvortrag zur Nutzung neuer Medien

    … und nicht zuletzt macht es den Schülerinnen und Schülern Spaß! So das Schlusswort bei meinem gestrigen Praxisvortrag.

    Im Rahmen der Fachdidaktik für die berufliche Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung durfte ich gestern den LiV-Kollegen und Ausbilderinnen meine Arbeit mit neuen Medien im Unterricht vorstellen.

    Mit dem theoretischen Fundament des kooperativen Lernens in komplexen Lernumgebungen einerseits sowie der Mediennutzung als Entwicklungsinstrumente andererseits habe ich meine teilvirtualisierte Lernsituation mit Auszubildenden im Einzelhandel vorgestellt. Dabei standen vor allem die geleitete Arbeit in einem Forum mit gegenseitigen Reflexions- und Bewertungsprozessen und die kooperative Gestaltung eines Preislexikons im Vordergrund. Das grundlegende Medienverständnis ist in diesem Video sehr anschaulich dargestellt.

    Hier der Vortrag zum Ansehen:

    [swf]data="http://www.philipp-budde.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/didaktischepotenzialeneuermedienseminar2008.swf", width="440", height="320"[/swf]

    Was hier noch über myKAS, die moodlebasierte Lernplattform, die ich an der Konrad-Adenauer-Schule implementiert und erprobt habe, dargestellt ist, sollte in einem nächsten Schritt als vollständig frei zugängliche Variante versucht werden. Formate wie WordPress oder Mediawiki werden dabei helfen.

    Es macht Spaß, mit Schülerinnen und Schülern mit diesen Medien zu arbeiten und es ist – richtig eingesetzt – sehr lernförderlich.

    Kommunikation und Kooperation mit Moodle

    Dass Learning Management Systeme einen wesentlichen Beitrag zur Kooperation und Kommunikation in einer Organisation leisten können wurde am letzten Mittwoch in der Konrad-Adenauer-Schule deutlich.

    Die teilnehmenden Lehrkräfte haben sich nach Registrierung und Einführung fleißig durch authentische Handlungssituationen geklickt und konnten meist feststellen: e-Learning ist kein Hexenwerk sondern ein umsetzbares Konzept.

    Um die Standard der Fortbildung zu sichern, wurde die Veranstaltung durch das hessische Institut für Qualitätssicherung geprüft und akkreditiert.

    Durch die Veranstaltung haben wir mit diesen Visualisierungen geleitet:

    [swf]data="http://www.philipp-budde.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/2008-08-18-mykas-training.swf", width="440", height="320"[/swf]

    Wir werden wohl bald wieder Trainingsbedarf haben.