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Feedback – aber richtig!

Das Wort Feedback haben viele Menschen schon einmal gehört und alle diese Menschen haben meist sehr ähnliche Vorstellungen über die Bedeutung. Es geht darum, jemand anderen eine Rückmeldung zu persönlichen Eigenschaften, zu grundsätzlichem Verhalten oder zu bestimmten Handlungen zu geben. Feedback ist aber mehr als eine unsystematische Rückmeldung. Feedback orientiert sich an bestimmten Regeln, die dazu dienen, eine Rückmeldung für alle Seiten sachlich und konstruktiv zu gestalten. In den folgenden Absätzen werden diese Regeln beschrieben

Feedback richtig geben

Um Feedback richtig zu geben, sollten folgende Regeln beachtet werden:

Regel 1:
Seien Sie konkret!

Feedback hilft nur dann weiter und wird auch nur dann vom Feedbacknehmer verstanden, wenn die eigenen Eindrücke an konkreten Beobeachtungen festgemacht werden. Aussagen wie "Es ja grundsätzlich so, dass …" oder "Allgemein habe ich bemerkt, dass …" haben im Feedback nichts zu suchen. Benennen Sie stattdessen konkrete Handlungen mit Formulierungen wie "In der Situation hast Du gesagt, dass …" oder "Du hast dann … gemacht" , die auch von anderen Menschen im Einzelnen beobachtet werden konnten und dessen sich der Feedbacknehmer auch bewusst ist.

Regel 2:
Sprechen Sie über Ihr Empfinden!

Wie bereits einleitend beschrieben, gibt der Feedbackgeber einen eigenen Eindruck über Gesehenes/Erlebtes wieder. Dieser Eindruck ist sehr subjektiv. Vielleicht hat das Gesehene/Erlebte auf andere Menschen vollkommen anders gewirkt. Für Feedback entsteht daher die Notwendigkeit, es immer zu verdeutlichen, dass es der persönliche Eindruck ist, der zurückgemeldet wird. Formulierungen wie "Das war nicht passend" oder "Du hast das nicht vernünftig gelöst" werden ersetzt durch Ich-Botschaften wie bspw. "Ich habe das als unpassend empfunden" oder "Ich meine, dass das Problem nicht vernünftig gelöst wurde." Merken Sie: Das Wort "Du" wird systematisch durch das "Ich" ersetzt.

Regel 3:
Starten Sie mit mindestens 2 positiven Aspekten!

Feedback hat auch sehr viel mit Psychologie zu tun. Fangen Sie nicht gleich an, über schlechte Dinge zu sprechen, denn das würde den Feedbacknehmer gleich zu Beginn demotivieren. Sprechen Sie also erst einmal über die positiven Dinge und davon sollten Sie sich mindestens 2 suchen. Sie finden bestimmt etwas, auch wenn es noch so selbstverständlich erscheint.

Regel 4:
Seien Sie konstruktiv!

Wenn Sie Feedback geben sollten Sie gerade bei den kritischen Aspekten nicht nur beschreiben, was Sie als negativ empfunden haben. Das wäre sehr destruktiv und hilft dem Feedbacknehmer nur begrenzt weiter, denn er weiß nur, wie er es zukünftig nicht mehr machen sollte. Schlagen Sie stattdessen vor, wie das Gesehene/Erlebte auf Sie besser gewirkt hätte. Machen Sie Verbesserungsvorschläge, denn das hilft dem Feedbacknehmer wesentlich mehr. Seien Sie eben konstruktiv.

Feedback richtig nehmen

Nicht nur der Feedbackgeber, sondern auch der Feedbacknehmern sollte sich für ein bereicherndes Feedback an bestimmte Regeln halten.

Regel 5:
Nehmen Sie Feedback als Geschenk an!

Jemand der Ihnen Feedback gibt, möchte Ihnen nichts Böses! Im Gegenteil, er ist interessiert daran, dass Sie an Ihrer Persönlichkeit und Ihren Handlungen arbeiten. Feedback ist eine wichtige Hilfe für diese Weiterentwicklung. Nehmen Sie Feedback wie ein Geschenk an, dass Sie erfreuen und weiterbringen soll.

Regel 6:
Bedanken Sie sich für das Feedback!

Eine sehr einfache Regeln. Machen Sie es wie bei einem echten Geschenk: Bedanken Sie sich für das Geschenk Feedback, denn der Feedbackgeber hat sich Zeit und Mühe damit gemacht, Ihnen seine Wahrnehmung mitzuteilen.

Regel 7:
Rechtfertigen Sie sich nicht!

Die vielleicht wichtigste Regeln als Feedbacknehmer. Gerade bei kritischen Aspekten kommen Sie oft in die Situation, Ihre Handlungen noch einmal zu erläutern und zu erklären, warum der Weg, wie Sie die Aufgaben gelöst haben, doch richtig war oder richtig erschien. Tun Sie das nicht! Sie müssen und sollen sich nicht rechtfertigen oder Ihre Handlungen erläutern. Letztlich können Sie das auch gar nicht, denn der Feedbackgeber äußert sein persönliches Empfinden. Wissen Sie, ob dieses Empfinden anders wäre, wenn Sie die Aufgaben anders gelöst hätten? Einzig Rückfragen zu nicht verstandenen Formulierungen im Feedback oder aber Konkretisierungen ("Wodurch genau ist dieser Eindruck entstanden?") zu hier zulässig.

Regel 8:
Nehmen Sie Feedback ernst!

Die Menschen, die Ihnen Feedback geben, opfern Zeit und Mühe dafür und haben es verdient, dass ihr Feedback auch ernst genommen wird. Entscheiden Sie nach einem erhaltenen Feedback selbst darüber, wie ernst Sie dieses Feedback nehmen. Sind die kritischen Punkte des Feedbacks vernünftig und berechtigt, sollten Sie diese Punkte beherzigen und Ihr Verhalten anpassen. Denken Sie daran: Feedbackgeber, die keine Veränderungen sehen, sind die längste Zeit Feedbackgeber gewesen.

Materialien und Links

 

feedbackregeln

Wikipedia-Beitrag zu Feedback

Werner Stangl zu Feedback

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